Meewisse Roses: „Dank PIM ist meine Kultur ausgeglichener“

Rosenbetrieb optimiert Bewässerungsstrategie nach den Bedürfnissen der Pflanzen
Gewächshausautomation
Wasserverwaltung
Meewisse Roses
2024

Meewisse Roses zählt zu den ersten Verwendern des Priva Precision Irrigation Management-Systems, abgekürzt PIM. Inhaber Tom Meewisse ist begeistert von der neuen Messeinheit: „PIM stellt wichtige Parameter der Wurzelumgebung exakt und in Echtzeit dar“, beschreibt er. „Dadurch kann ich die Bewässerung noch besser an die Bedürfnisse der Kultur anpassen. Die Pflanzen entwickeln sich so noch einfacher und es ist weniger aufwändig für das richtige Gleichgewicht zu sorgen.“

Priva Precision Irrigation Management ist seit 2023 auf dem Markt und kommt inzwischen in etwa zehn Betrieben zum Einsatz. Tom Meewisse war einer der ersten Unternehmer, die es etabliert haben. „Ich bin immer offen für Innovationen, solange ich verstehe, worum es geht und ich Vertrauen in den Mehrwert habe. Das war hier der Fall. Unser bisheriges Messsystem hat gut funktioniert, es bot aber auch nur begrenzte Möglichkeiten. Mit PIM haben wir diese Einschränkungen hinter uns gelassen und konnten die Steuerung der Kultur optimieren.“

Bisheriges System zu begrenzt

Vor Anschaffung der neuen Messapparatur orientierte sich der Produzent bei der Bewässerung überwiegend an der Strahlungssumme, einer kleinen Wiegerinne und dem Drainagefaktor für die gesamte Red Naomi-Kultur, welche 4,3 Hektar Gewächshausfläche in Beschlag nimmt.

„Der Drainagefaktor habe ich dabei am stärksten berücksichtigt, aber mit nur einem Sammelbecken bei über vier Hektar Anbaufläche gab es sowieso eine große zeitliche Verzögerung bis ich die Daten vorliegen hatte“, erläutert er Priva-Berater Kevin de Kok. „Beim Sammelbecken werden auch jeweils den EC- und den pH-Wert gemessen. Aufgrund der Verzögerung liefen wir den tatsächlichen aktuellen Fakten aber immer hinterher. Es war nicht so, dass wir viele Probleme hatten – man kann auf Erfahrungen zurückgreifen, durch die man ziemlich gut weiß, wie man diesen vorbeugen kann – aber da war definitiv Luft nach oben. PIM sollte mir vor allem dabei helfen, die Startzeiten der Bewässerung genauer festzulegen.“ Deshalb musste ich nicht lange darüber nachdenken.“

Genauer, umfassender und aktueller

Meewisse kaufte eine Einheit, die man als Wiegerinne der nächsten Generation bezeichnen könnte. Auf der Wiegeplattform befinden sich zwei nebeneinander liegende Substratmatten. Das Messsystem zeigt (den Verlauf) des Wassergehalts der Matte, das Drainagevolumen sowie die EC- und pH-Werte des Drainagewassers in Echtzeit an, also ohne die unerwünschte Verzögerung. Die Einheit ist mit dem Priva Connext-Prozesscomputer verbunden, mit dessen Hilfe der Produzent die Bewässerung steuert.

„Die Apparatur arbeitet exakter als die bisherige und die erfassten Daten sind viel aktueller“, fasst Meewisse zusammen. „Dadurch haben wir nun endlich ein gutes Bild des Wasserverlustes am Abend und in der Nacht, bzw. der Wassersättigung der Substratmatte. Diese ist entscheidend für den morgendlichen Start der Bewässerung. Es funktioniert gut, auch bei Perioden mit wechselhaftem Wetter. Wir halten dabei aber auch minimale und maximale Ruhezeiten ein. Wenn ich das für sinnvoll halte, wird die Endzeit entsprechend angepasst. Ende März lag die Endzeit bei 15 Uhr, aktuell bei 16 Uhr. Im Sommer wird es dann noch etwas später sein.“

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Strategie angepasst

Da der Rosenproduzent nun deutlich sehen kann, was in der Substratmatte vor sich geht und wie viel Wasser die Pflanzen aufnehmen, muss er sich weniger an der Strahlungssumme orientieren. Aufgrund der Messdaten hat er es auch gewagt, die minimale Ruhezeit etwas zu verkürzen. Demzufolge wird an sonnigen Tagen gegen Mittag, wenn die Verdunstung am höchsten ist, etwas häufiger als bisher und in einem zusätzlichen Turnus gewässert.

Seltener nachjustieren

„Das Bewässerungsschema hat sich sichtbar verändert und passt besser zu den tatsächlichen Bedürfnissen der Pflanzen“, ist er überzeugt. „Übrigens habe ich die Bewässerungsstrategie erst nach einiger Zeit und in Absprache mit Privas Kulturberater Peter Kamp angepasst. Ich habe wirklich den Eindruck, dass die Pflanzen sich noch etwas einfacher entwickeln und dass es weniger aufwändig ist, für das richtige Gleichgewicht in der Kultur zu sorgen. Man muss wirklich viel seltener nachjustieren. Das merkt man vor allem an Tagen mit wechselhaftem Wetter.“

Wichtiger Indikator

Auf die Frage, welche Erfahrungen andere PIM-Benutzer machen, antwortet Kevin de Kok: „Bisher sehr positive. Das gilt auch für unsere Installationspartner, denn die Einheiten lassen sich für nahezu jede Substratkultur einfach und schnell installieren und betriebsbereit machen. Bei vielen Kulturen möchten die Produzenten einen tieferen und direkteren Einblick in die Pflanzenleistung haben, dabei ist die Verdunstung ein wichtiger Indikator. PIM trägt auf jeden Fall dazu bei. Nicht nur bei Schnittrosen und Fruchtgemüse, sondern auch bei Kulturen wie Erdbeeren und Gerbera sehe ich für den Einsatz dieses Messsystems noch viel Potenzial.“

PIM Precision Irrigation Measurement

Exakter Einblick in Wassergehalt, Drainage, EC und pH in Echtzeit

Priva Precision Irrigation Management ist eine Wiegetechnik mit zusätzlichen Sensoren, die mit dem Klimarechner verbunden ist. Der mit Beinen versehene Rahmen ist mit einer Edelstahlrinne mit Wiegezellen ausgestattet, auf denen einzelne Substratmatten liegen, einem Drainagereservoir mit Wiegeeinheit (ebenfalls eine Wiegezelle), einer Drainagepumpe, einem EC-Meter und (optional) einem pH-Meter. Die Messeinheit ist mit dem Connext-Regelcomputer verbunden, der auch über ein Smartphone einfach zu bedienen ist.

PIM liefert dem Benutzer Einblicke in wichtige Parameter für die Bewässerungsstrategie und die Wurzelumgebung, wie den Verlauf des Wassergehalts der Substratmatte, die Menge des Drainagewassers und den Verlauf von EC- und pH-Wert in Echtzeit.

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Peter Könemann

Manager Sales Horticulture Europe

Peter Könemann